Großbrand bei der INEOS Köln GmbH » 17.03.2008

Die INEOS-Gruppe ist nach eigenen Angaben das drittgrößte unabhängige Chemieunternehmen und ein führender Hersteller von Produkten der Petrochemie, der Spezialchemie sowie Rohölprodukten.* Bei der INEOS Köln GmbH kommt es am 17. März 2008 zu einem Großbrand und dem größten Einsatz der Kölner Feuerwehr seit dem 2. Weltkrieg. Aus einer undichten Ethylen-Gasleitung schießt eine 15 m hohe Stichflamme empor und setzt einen Tank mit hochgiftigem Acrylnitril in Brand. In einer riesigen Rauchwolke, die südlich nach Köln zieht, befindet sich unter anderem Blausäure, was die Behörden nicht kommunizieren, wie das TV-Magazin Monitor später anprangert.

In den Monaten danach kommt es noch mindestens zwei weiteren Unfällen auf dem Werksgelände in Köln-Worringen bzw. Dormagen: am 18.09.2008 verpufft dabei der Kunststoff Polyethylen und am 13.01.2009 tritt aus einer defekten Leitung hochentzündliches Flüssiggas aus.

Der Gesamtkonzern INEOS umfasst 17 Geschäftsbereiche, mit einem Netzwerk von 70 Produktionsstätten in 14 Ländern, 15.800 Beschäftigten und einem Produktionsvolumen von 58 Millionen Tonnen.* (LLa)

 *www.ineos.de, Mai 2009.

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