Hurrikan Katrina vernichtet New Orleans » 29.08.2005

Schon im Anflug reisst der Sturm "Katrina" am 25.08.2005 14 Menschen an der Ostküste Floridas in den Tod. Am 29.08. rast er dann als Hurrikan der Kategorie IV mit mehr als 230 km/h südöstlich an New Orleans vorbei. Zu diesem Zeitpunkt haben bereits 80 Prozent der 485.000 Einwohner die Stadt verlassen. Sie erfahren nach und nach aus den Medien, welches Unheil der Sturm über ihre Heimat bringt:

  • Sintflutartige Regenfälle und gebrochene Dämme lassen 80 Prozent der Stadt
    gebietsweise bis zu drei Meter im Wasser versinken.
  • Das Stromnetz bricht zusammen.
  • Trinkwasser und Nahrungsmittel werden knapp.
  • Plünderungen und Gewaltausbrüche greifen um sich.
  • In Downtown New Orleans brechen mehrere Feuer aus.
  • Durch die Hitze, den Müll und das mit Abwasser (Fäkalien, Cholibakterien), Öl
    und Blei verunreinigte Wasser drohen Krankheiten und Seuchen.
  • 160.000 Häuser werden voraussichtlich nie mehr bewohnbar sein.

Über 23.000 Menschen warten bei über 30 Grad Celsius und unter katastrophalen hygienischen Bedingungen im überfüllten Superdome auf Rettung. Zehntausende sind andernort in der Stadt eingeschlossen und hoffen auf Evakuierung.
Am 03.09. nimmt die größte Luftbrücke in der Geschichte der USA ihren Betrieb auf. Präsident George W. Bush erklärt Katrina zu einer der schlimmsten nationalen Naturkatastrophen aller Zeiten. Dabei muss er eingestehen, dass das Hilfsmanagement der ersten Tage selbst einer Katastrophe glich.
In direkter Folge von Katrina sind 1.300 Tote zu beklagen, die unmittelbaren Schäden summieren sich auf 125 Mrd. US-Dollar (Stand Nov. 2005).

Am 19.09.2005 steuert mit "Rita" ein zweiter Sturm auf New Orleans zu. Er erreicht am 21.09. mit Windgeschwindigkeiten von über 250 km/h die höchste Hurrikan-Kategorie V. Die Stadt muss erneut evakuiert werden. Die Schäden, die die Sturmausläufer von Rita am 23./24. September ausrichten, werfen zwar die Aufräumarbeiten zurück, fallen aber deutlich geringer aus, als befürchtet. (LLa)

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