Greenfreeze, weltweit der erste Kühlschrank ohne FCKW und FKW » 1993

 

Natürliche Kältemittel im Greenfreeze schützen Ozonschicht und Klima

Am 15. März 1993 rollte das erste Gerät aus der Fertigungsanlage der Firma DKK Scharfenstein in Niederschmiedeberg/Sachsen. Bis März 2008 wurden weltweit 300 Millionen Kühlschränke nach dem Greenfreeze-Standard hergestellt. Greenpeace verstärkte mit der neuen Technik seine damalige Kampagne gegen die Chemikalie FCKW, welche die Ozonschicht der Erde zerstört. Zudem wollte Greenpeace die Verbreitung des Stoffes FKW aufhalten, den die Chemieindustrie als Ersatz-Kältemittel einführte - trotz seiner verheerenden Wirkung auf das Klima. Greenfreeze ist inzwischen weltweit erfolgreich, der Anteil auf dem Weltmarkt beträgt fast 40 Prozent. Die Technik hat der Atmosphäre Treibhausgas-Emissionen in der Größenordnung von etwa einer Milliarde Tonnen Kohlendioxid erspart - mehr als den gesamten jährlichen CO2-Ausstoß Deutschlands.

Greenpeace entdeckte 1992 in einem Labor des Dortmunder Hygiene-Instituts die Technik, mit der die Ablösung von FCKW/FKW möglich schien: natürliche Kältemittel wie Propan und Butan, Pentan als Isoliergas in Dämmstoffen. In der Firma DKK/Foron fand Greenpeace den idealen Partner für die Umsetzung. Die erste öffentliche Vorstellung des Greenfreeze entfachte sofort den Widerstand der etablierten Kühlschrankhersteller, bis hin zu Boykottaufrufen an den Handel. Doch schon ein Jahr darauf hatte sich die gesamte deutsche Branche auf die neue Technik eingelassen, wenig später war ganz Europa Greenfreeze-Land. Mit China begann die weltweite Verbreitung. Nur ein Land sperrt sich hartnäckig gegen Greenfreeze: die USA.

Auch andere Branchen wenden sich inzwischen den natürlichen Kältemitteln zu. Seit vier Jahren haben sich unter Vermittlung von Greenpeace Weltfirmen wie McDonald's, Coca Cola, Pepsi, Ikea, Carlsberg und Unilever zusammengeschlossen, um FKW schrittweise zu verbannen. Auch in Supermärkten und Autoklimaanlagen werden FKW nach und nach ausgemustert, obwohl dort der Konflikt noch nicht ausgestanden ist.

(Greenpeace-Pressemitteilung “Greenpeace-Technik seit 15 Jahren weltweit erfolgreich” vom 14.03.2008, www.greenpeace.de)

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